Kaufberatung

Uhren
Wenn bei Ihnen die Anschaffung einer neuen Armbanduhr ins Haus
steht, gibt es viele Entscheidungen zu treffen. Titan, Stahl, Gold oder
Goldplaqué, Chronograph oder normale 3-Zeiger-Uhr, rund oder eckig,
helles oder dunkles Blatt, römische oder arabische Ziffern, oder doch
lieber nur Striche oder Punkte, Metall- oder Lederband, mechanisch
oder elektronisch, wasserdicht oder nicht, dick oder dünn?
Fragen über Fragen, die es zu beantworten gilt. Wir helfen Ihnen gerne
dabei. Besuchen Sie uns unverbindlich, und lassen Sie sich von uns
beraten. Unser Schaufenster ermöglicht es Ihnen, dort vielleicht schon
einmal eine Vorauswahl zu treffen.
Wünschen Sie eine wasserdichte Uhr, so sollte diese rund sein, einen verschraubten Boden und eine verschraubte Krone, aber sonst möglichst
keine weiteren Gehäuseöffnungen haben. Ein Metallband empfiehlt sich
in diesem Falle ebenfalls, da es sich nicht wie ein Lederband mit Wasser vollsaugen kann.
Chronographen, auch am Lederband sehen sportlich aus und eignen sich
zur Zeitnahme aufgrund der eingebauten Stoppfunktion, sind aber für den Wassersport eher ungeeignet. Die elegante Armbanduhr, ob fürs Business
oder für abendliche Restaurantbesuche, zeichnet sich durch eine flache,
elegante, vielleicht eckige Form, reduziertes Design und einfache Funk-
tionalität aus, oft zusammen mit einem wertigen Lederband. Allergiker
finden oft eine Lösung ihrer Probleme beim Kauf einer antiallergischen
Titanuhr. Bei uns finden auch Sie das richtige Modell!

Exkurs: Sinnliche Freude der Berührung
Zur Bewunderung für Design und Technik nobler Zeitmesser tritt immer
das emotionale Moment, die sinnliche Freude am Tragen, Berühren, Be-
sitzen. Nicht von ungefähr kommt die Renaissance der mechanischen Uhr;
da spielt der Handschmeichler-Effekt mit.
Der Mensch möchte seinen Zeitmesser nicht nur hautnah spüren, sondern
ihn durch Körperbewegung und Aufziehen “lebendig” erhalten. Er schätzt ihn
als treuen Begleiter über Jahre und Jahrzehnte: “auf meine Uhr kann ich ich hundertprozentig verlassen, zu Lande, zu Wasser, inder Luft, in jeder Situation. Von was oder wem sonst könnte man das schon sagen?”
Als Erbstücke waren Uhren schon immer beliebt, man denke nur an Urgroß-
vaters güldene Sprungdeckel-Taschenuhr. Dasselbe gilt heute für eine gold-
enen Armband-Chronometer, einen hochwertigen Chronographen oder oder
eine solide stählerne Taucheruhr, um nur einige Beispiele zu nennen. Der hübsche Gedanke, daß eines Tages Sohn, Enkel, Urenkel das teure Stück
tragen, verhindert, daß ein geliebter Zeitmesser zum Spekulationsobjekt
verkommt. Das Gefühl für Tradition und individuelle Werte steht über dem

Exkurs: Die Unruh läuft rund um den Erdball
Was eine Uhr so alles kann und in sich birgt – die Schweizer Uhrenhersteller haben es einmal gemessen, gewogen, gezählt, geprüft und aufgelistet. Das Ergebnis: Ein Superlativ jagt den andern! Da ist selbst mancher Fachmann
erstaunt.
Die Unruh in einer mechanischen Uhr dreht sich doppelt so schnell wie das
Treibrad einer Lokomotive. Während dem stählernen Giganten regelmäßig
Ruhepausen eingeräumt werden, arbeitet das Uhrwerk jahrein, jahraus 24
Stunden am Tag.
Angetrieben durch die Uhrfeder, deren Kraft – wenn man überhaupt den
Ausdruck Kraft benutzen kann – dem Hundertmillionstel einer Pferdestärke
entspricht, macht die Unruh täglich mindestens 432 000 Halbschwingungen.
Ein Punkt auf ihrer Peripherie legt dabei täglich 20 Kilometer zurück,
“umkreist” in fünfeinhalb Jahren einmal den Erdball.
Auch das Auto bleibt gegenüber dem Zeitmesser auf der Strecke. Haben
sich seine Räder 120 Millionen Mal gedreht, hat der Wagen 250.000 Kilo-
meter zurückgelegt – er ist schrottreif. Die Unruh eines Schnellschwinger-
werks bringt es pro Jahr auf 315.360.000 Bewegungen; nach zehn Jahren
sind es 3,153 Milliarden. Schrottreif? Keine Spur, die Uhr läuft und läuft und
läuft…
Einer der wichtigsten Bestandteile einer Uhr ist die Spirale, eine winzige
Feder, die auf der Unruh sitzt. Spezialfedern für kleine Uhren wiegen nur
zwei Tausendstel Gramm; sie werden auf 0,01 Millimeter ausgewalzt.
500.000 dieser Minis ergeben ein Kilo Gewicht. Die für das Uhrwerk ver-
wendeten Schrauben sind für das bloße Auge kaum sichtbar – 50 000
von ihnen haben in einem Fingerhut Platz. Jedes Exemplar besitzt ein
tadelloses Gewinde und einen fein polierten Kopf.

Die klitzekleinen Teile müssen auf den Tausendstelmillimeter genau
gearbeitet sein, das ist der fünfzigste Teil vom Durchmesser eines
menschlichen Haares. In den Uhrenmanufakturen wird von der An-
fertigung der Teile bis zur Montage mit einer beinahe unglaublichen
Präzision gearbeitet. Die muss auch der Uhrmacher walten lassen,
wenn ihm später ein Zeitmesser zur Inspektion oder Reparatur unter
die Hände kommt. Der Gang einer mechanischen Uhr wird durch die Bewegungen des Trägers, schwankende Temperaturen, Magnetismus,
Staub, unregelmäßiges Aufziehen und Ölen beeinflusst. Dennoch geht
sie meist auf die Sekunde genau, weil diese Einflüsse entweder auto-
matisch kompensiert oder ganz ausgeschaltet werden, bei Temperatur-
schwankungen zum Beispiel durch den Einsatz verschiedener Metall
und Legierungen.

Exkurs: Wenn die Uhr baden geht…
…darf sie kein Wasser schlucken. Welche Uhren “wasserdicht” sind und
was sie schadlos überstehen müssen, ist in der DIN 8310 geregelt. Da
heißt es unter anderem: “Uhren, die als wasserdicht bezeichnet werden,
müssen widerstandsfähig gegen Schweiß, Wassertropfen, Regen usw.,
sowie gegen Eintauchen in Wasser über 30 Minuten bei einer Wassertiefe
von 1 Meter sein. Diese Uhren sind für den allgemeinen Gebrauch bestimmt
und dürfen nicht unter Bedingungen verwendet werden, unter denen Wasser-
druck und Temperaturen erheblich variieren.”

Wer sich im Wasser richtig tummeln, tauchen, sportlich segeln oder surfen
will, braucht eine Taucheruhr. Bis zu welcher Tiefe diese wasserdicht bleibt,
sagt ausschließlich der Aufdruck auf dem Zifferblatt, die Aussage im Pro-
spekt oder in der Werbung ist nicht verbindlich. Gefahr droht der wasser-
dichten Uhr durch heftige Stöße, häufige, starke Temperaturwechsel, Hitze
und Chemikalien, die das Dichtungsmaterial angreifen. Heiße Duschen, Wechselbäder und direkte Sonnenstrahlung können dem Zeitmesser
schaden.

Je kleiner und flacher, desto empfindlicher ist er. Das gilt besonders für
eckige Formen, weil hier die Dichtungen einem nicht so gleichmäßigen Anpressdruck unterliegen, wie bei runden Gehäuseböden. Ein “Leck” er-
kennt man zuerst daran, daß sich unter dem Glas Kondenswasser nieder-
schlägt. Dann ist es höchste Zeit, zum Uhrmacher zu gehen.

Was für Berufstaucher vorgeschrieben ist, sollte auch vom Laien beherzigt werden: Einmal jährlich wasserdichte- und Taucheruhren überprüfen lassen. Modernstes Gerät (Vakuumglocke) spürt Mängel auf, bevor Schäden sichtbar
werden. Bei Taucheruhren sind ein verschraubter Boden und die verschraubte
Krone obligatorisch. Andere wasserdichte Uhren werden mit Sprengdeckel
und normaler Krone ausgerüstet. Sprengdeckel werden mit Presswerkzeugen
fest aufgesetzt. Mit Erfindung der eckigen Mineralgläser, die ebenfalls mit
Dichtungen eingesetzt werden, wurde die Konstruktion von wasserdichten
kantigen Gehäusen möglich. Taucheruhren sind nach wie vor grundsätzlich
rund.

Gold- und Platinschmuck
Eine wichtige Frage bei der Auswahl eines goldenen Schmuckstückes
ist die nach dem Anlaß: möchten Sie das Stück oft oder sogar jeden Tag
tragen, oder nur zu bestimmten Anlässen? Danach richtet sich in erster
Linie das Design des Schmuckstückes. Robuste, kräftige Stücke in hoher
Goldqualität (s.u.)mit widerstandsfähigen Edelsteinen wie Brillant, Rubin
oder Saphir eignen sich gut für das tägliche Tragen, elegante, grazile und
fein gearbeitete Designerstücke sind dagegen erste Wahl für den beson-
deren Anlaß. Generell sind verständlicherweise Ringe und Armschmuck
die am meisten beanspruchten Schmuckstücke. Ohrschmuck, Colliers
und Broschen dagegen führen ein wesentlich komfortableres Dasein, da
sie selten oder nie irgendwo angeschlagen oder besonders strapaziert
werden.
Die Wahl der Goldqualität wirft weitere Fragen auf. Aus metallurgischer
Sicht wäre 333 Gold nicht zu empfehlen, da es aufgrund des geringen
Goldgehalts von nur einem Drittel diverse Nachteile aufweist, wie z.B.
eine schwache Goldfarbe, hohe Sprödigkeit, durch den relativ hohen
Kupferanteil eine hohe Neigung zu Oxidation und Braunfärbung, ebenfalls
durch das Kupfer bedingte hohe Anfälligkeit gegen chemische Einflüsse
wie z.B. den Hautschweiß, und damit verbunden die sog. Spannungs-
korrosion, die entsteht, wenn unter Spannung stehendes 333 Gold ent-
lang der mikroskopisch kleinen Kristallgrenzen aufbricht. Dennoch ist es
erste Wahl für modische Goldartikel, die in größerer Stückzahl produziert
werden und dem Geldbeutel des Schmuckkäufers schmeicheln.
Chemisch stabil wird eine Goldlegierung ab einem Feingehalt von 500
oder 50%. Demnach hat ein Käufer eines Schmuckstückes aus 585 Gold
eine richtige Entscheidung getroffen. Die Legierung hat eine ordentliche
gelbe Farbe, sie ist korrosionsbeständig und relativ hart. Die Farbpalette
reicht von blaßgelb über gelb, rosé und rot bis weiß. Weißgold wird im
allgemeinen galvanisch mit Rhodium überzogen. Diese Rhodinierung
verleiht dem an sich leicht gelb-graustichigen Weißgold eine relativ harte
und abriebfeste Oberfläche in Platinfarbe.
750 Gold ist aus goldschmiedischer Sicht die einzig wahre Goldlegierung:
Ein Feingoldanteil von 75% macht das Gold geschmeidig, sattgelb in der
Farbe und hervorragend form- und lötbar. Bei aller Geschmeidigkeit ist
dieses Gold zäh, das heißt, es nutzt sich nur schlecht ab, das Gold wird
eher an der Oberfläche “verschoben”. Das führt dazu, daß “Wunden” in
der Oberfläche des Schmucks wieder heilen, d.h. Kratzer und andere
Spuren arbeiten sich wieder zu. Zudem weist das polierte 750 Gold
einen tiefen Glanz auf. Damit ist es das Traummaterial aller Schmuck-
schaffenden.

Platin
Ein besonderes Schmuckmetall ist das Platin. Kein anderes Schmuckmetall
wird in einer derart hohen Feingehaltsstufe verarbeitet. 950 Tausendteile sind
das Maß der Dinge. Beigemengt sind der Legierung, je nach Einsatzzweck,
Kupfer, Palladium, oder auch Iridium, welches das Platin wirklich hart macht.
Verbunden damit ist eine sehr gute Hautverträglichkeit, was für Allergiker von
Bedeutung ist. Weitere interessante Aspekte über das außergewöhnlichste
Schmuckmetall:

Platin ist beständig
Platin trägt sich nicht ab. Denn auch nach langem Tragen entsteht kaum Metallverlust durch Abspanen. Es bleibt, wie es ist: kostbar und rein.

Platin ist dezent
Mal elegant, mal extra unaufdringlich und unverwechselbar: Nur Platin besitzt
jene dezente Farbe, jenen dezenten Charme, der edle Steine zum Funkeln
bringt.

Platin ist uralt
Seine lange Geschichte beginnt vor 3000 Jahren im alten Ägypten. 800 Jahre später schmiedeten die Inkas schon kostbaren Platinschmuck. Um 1580
gaben ihm spanische Conquistadores seinen Namen: “Platina” – kleines
Silber.

Platin ist ganz jung
Der erste europäische Platinschmuck stammt vom Hofe Ludwigs XVI. um
1750. Mit der Entdeckung der Diamanten in Kimberley wurde Platin ganz
aktuell. Seine Blütezeit erlebte es in Art déco um die Jahrhundertwende.

Platin ist langlebig
Natürlich ist kein Edelmetall kratzfest. Aber Platin ist so widerstandsfähig,
daß das Metall nur seitlich verschoben wird und die Tragespuren nur ober-
flächlich sind: individuelle Spuren eines langen Lebens und Ausdruck der Beständigkeit.

Platin ist schwer
Platin ist nicht nur das edelste der Edelmetalle, es ist auch eines der
schwersten. Doppelt so schwer wie Silber oder das “schwere” Blei.

Platin ist kostbar
Ist es seine Reinheit, die Platin so kostbar macht? Seine Beständigkeit ?
Die hohe Kunst der Verarbeitung? Oder die Tatsache, daß Platin so selten
ist? Das Geheimnis seiner Exklusivität liegt in der Summe des Außerge-
wöhnlichen, des Einzigartigen.

Platin ist vielseitig
Ob markant oder filigran, avantgardistisch oder klassisch, hochglänzend
oder von matter Schönheit: Mit seiner Design-Vielfalt ist Platinschmuck ein
Beweis für edelsten Geschmack und das Wissen um Qualität und Werte.

Ist Platin unerschwinglich?
Wenn man weiß, wie mühevoll und aufwändig die Gewinnung von Platin
ist, könnte man dies meinen. Doch das Angebot unter EUR 500,- ist größer,
als Sie vielleicht glauben.

Brillianten/Farbsteine
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Trauringe
Trauringe – Entscheidung fürs Leben!
Das gegenseitige Aufstecken der Trauringe ist einer der ergreifendsten
Momente der Hochzeitsfeier. Dieses Ritual unterstreicht mit beeindrucken-
der Symbolkraft das Eheversprechen.
Der Ehering ist der am längsten getragene Schmuck. Daher sollte die
Auswahl der Ringe besonders sorgfältig und mit genügend Zeit erfolgen –
schließlich sollen sie Ihnen ein Leben lang gefallen. Achten Sie daher auf
eine schlichte Anfertigung der Ringe. Extrem modische Ringe überleben
sich schnell, gefallen dann oft nicht mehr und werden nicht mehr getragen.
Schlichte Ringe erhalten z.B. durch einen Stein – einen Diamanten oder
andere Edelsteine – den besonderen Akzent.
Und aus welchem Material sollten die Trauringe sein? Als Faustregel bei
der Auswahl gilt: Platin und Weißgold schmeicheln blasser Haut, Gelbgold
kommt eher bei dunklen Hauttypen zur Geltung. Ob Ihr Trauring aber auch
wirklich ewig hält, hängt vor allem von dem Anteil hochwertiger Metalle ab:
je hochwertiger die Metalle, desto stabiler und abriebfester ist der Ring.
Auch die Gefahr allergischer Reaktionen auf den Ring sollten Sie beim
Kauf berücksichtigen.
Ein hoher Anteil an Feingold vermindert das Allergierisiko. Um einen guten Tragekomfort ohne schmerzhafte Druckstellen zu gewährleisten, sollte der Trauring mit einer Innenwölbung und abgerundeten Kanten gefertigt sein.
In Hinsicht auf die Gravur der Ringe haben die Brautleute vielfältige Möglich-
keiten. In der Regel werden das Verlobungs- und/oder Hochzeitsdatum und
der Name des Partners eingraviert. Sie sehen, bei der Auswahl der “Ringe
fürs Leben” gibt es vieles zu berücksichtigen.
Wenn auch Sie Trauringe brauchen, wenden Sie sich einfach an uns!
Wir helfen Ihnen gerne mit unserem fachlichen Rat. Haben Sie vielleicht besondere Vorstellungen wie Ihre Trauringe aussehen sollen? Dann
sprechen Sie mit uns!
In unserer Goldschmiedewerkstatt können wir auch ausgefallene Trauringe
für Sie anfertigen. Dann besitzen Sie echte Einzelstücke! Wir beraten Sie
gerne und nehmen uns Zeit für Sie – ganz unverbindlich!

Perlen
noch kein text

Edelmetall-Informationen
Echtschmuck wird aus verschiedenen Materialien hergestellt. Wichtigste
Grundmaterialien sind Edelmetalle. Als Edelmetalle bezeichnet man
Metalle, die bei Zimmertemperaturen keine dauerhafte Verbindung mit
Sauerstoff eingehen, d.h. nicht oxidieren, nicht rosten und nicht anlaufen.
Diese Eigenschaften haben Gold, Platin, Silber und die für die Schmuck-
herstellung weniger wichtigen Platinnebenmetalle Rhodium und Palladium.

Gold
Es ist das dehnbarste Edelmetall. Es kann bis zu einer Blättchenstärke von 0,0001 mm gewalzt (“geschlagen”) werden. Aus einem Gramm Feingold
läßt sich ein Draht von 2 km Länge ziehen. Diese Dehnbarkeit macht Gold
aber auch für den Gebrauch zu weich. Deshalb wird Gold vor der
Weiterverarbeitung legiert, das heißt mit härteren Metallen vermischt.

Der Stempel in einem Schmuckstück gibt an,
welchen Feingoldanteil es enthält (Immer auf 1000 Anteile bezogen).
Für die Schmuckherstellung wird Gold meist in den Legierungen 750/000,
585/000 und 333/000 verwendet 585/000 bedeutet zum Beispiel, daß 10
Gramm Gold aus 5,85 Gramm Feingold und aus 4,15 Gramm Legierungs-
zusatzmetallen wie z.B. Silber und Kupfer besteht.

Silber
Wie Gold ist auch Silber ein sehr weiches und dehnbares Edelmetall.
Es muß deshalb vor der Verarbeitung legiert werden (hauptsächlich mit
Kupfer). Silberlegierungen: 800/000, 835/000, 925/000 (Sterlingsilber,
nach der engl. Münze). Feinsilber ist außerordentlich weich, man kann
es mit einem Messer ritzen. Silber hat von allen Edelmetallen die beste
Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme.
Silber hat eine antibakterielle Wirkung. Deshalb wird es häufig als Besteck
verwendet. Von Soldaten aus dem ersten Weltkrieg wird berichtet, daß sie
mit Silbermünzen Wasser keimfrei und trinkbar machten.
Silber läuft an, d.h. es reagiert mit dem Schwefelgehalt in der Luft. Mit spe-
ziellen Silberputztüchern läßt sich die dunkle Oberflächenschicht entfernen.
Außerdem werden für Bestecke Schatullen angeboten, die mit einem Spe-
zialgewebe ausgerüstet sind; dadurch wird das Anlaufen der Silberbestecke
bei geschlossener Schatulle verhindert.

Platin
Das schwerste, seltenste, reinste und härteste Edelmetall ist Platin. Wobei
seine Vorzüge aber zunächst verkannt wurden. Durch seinen außerordentlich hohen Schmelzpunkt (1773 Grad Celsius) und die damaligen technischen Möglichkeiten lernten Goldschmiede erst vor 200 Jahren, mit Platin umzu-
gehen.
Platin zeichnet sich vor allem durch seine Widerstandsfähigkeit aus. Aufgrund seiner hohen Materialdichte und Zähigkeit ist es sehr verschleißfest, ander-
erseits aber sehr dehnbar, so läßt sich 1 Gramm Platin, wie auch das Gold, mühelos zu einem 2000 m langen Draht ziehen.
Platin hat eine geringe Wärmeleitfähigkeit, es verformt oder verzieht sich
deshalb auch bei starken Temperaturschwankungen nicht. Platinschmuck
kann z.B. auch ohne sich zu erwärmen in einer Sauna getragen werden.
Platin ist gegen Chemikalien resistent und sogar aggressive Säuren und
Laugen können dem Metall nichts anhaben. Ausnahme: Königswasser ab
einer Temperatur von etwa 70 Grad.
Platin wird nur in höchster Reinheit zu Schmuck verarbeitet (PT 950). Mehr
als 5 % Zusatzmetalle (größtenteils Kupfer und besonders bei Trauringen
Kobalt, aber auch Palladium) sind bei einer Platinlegierung nicht nötig.
Durch diese Reinheit hat Platin den Vorteil der optimalen Hautverträglichkeit. Allergien sind nicht zu befürchten. Durch die hohe Materialfestigkeit eignet
sich Platin gut zum Fassen edler Steine (kein Nachgeben der Krappen bei
Ringfassungen). Der matte Glanz von Platin unterstützt zudem die Leuchtkraft
von Edelsteinen.

Ohrlöcher
Er ist der Wunsch fast eines jeden kleinen Mädchens: der Wunsch nach
Ohrlöchern. Doch auch im Erwachsenenalter haben viele Damen noch
keine Ohrlöcher, sei es, weil es sich bisher einfach noch nicht ergab, oder
aus einem unbestimmten Angstgefühl heraus. Doch da können wir Sie be-
ruhigen: Ohrlochschießen hat heute seinen Schrecken verloren. Mit unseren
modernen Gerätschaften geht es hygienisch und schnell; die Abheilung ist
bei Einhaltung einiger Hygienevorschriften unproblematisch in ca. 4 bis 6
Wochen erfolgt. Und danach können Sie Ihrem Spaß am Ohrringtragen
freien Lauf lassen. Unser Tipp: kaufen Sie sich bitte keinesfalls unechten
oder nickelhaltigen Modeschmuck, er läßt die befürchteten Allergien erst
entstehen und führt zu langwierigen Hautproblemen. Hochwertige Gold-
stecker oder Creolen mit mindestens 585er oder besser noch 750er
Feingehalt sorgen für Sicherheit. Alternativ dazu gibt es attraktiven und
preiswerten Ohrschmuck aus nickelfreiem medizinischen Stahl, entweder
vergoldet oder versilbert.

Uhrarmbänder
Werfen Sie doch gelegentlich einmal einen kritischen Blick auf das Leder-
band Ihrer Uhr: Ist die Oberfläche verschlissen? Ist die Rückseite rissig
und evtl. aufgebrochen? Lösen sich Nähte und andere Verbindungsstellen?
Reißen die Löcher oder die Anstöße aus? Dann ist es sicher höchste Zeit
für ein neues Lederband, denn möglicherweise droht der Verlust Ihrer ge-
schätzten Armbanduhr! Wir bieten Ihnen eine große Auswahl hochwertiger
Bänder in diversen Ledersorten und vielen attraktiven Farben. Danach sieht
Ihre Uhr wieder klasse aus, und das Tragegefühl ist auch gleich viel besser…